BdP zeigt in Kaiserslautern Flagge gegen rechts

Pfadfinderinnen und Pfadfinder solidarisieren sich mit Asylbewerbern 

Als ich im Rahmen einer Sitzung des Netzwerkes Migration und Integration der Stadt Kaiserslautern erfahren hatte, dass die NPD kurz vor den Kommunalwahlen erneut vor dem Asylbewerberheim in Kaiserslautern aufmarschieren wollte war klar, dass auch wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder aufgefordert sind, dem rechten Gedankengut die Stirn zu bieten. Auch wir haben Mitglieder mit Migrationshintergrund in unseren Reihen und treten für eine offene und tolerante Gesellschaft ein.

Ein Aufruf innerhalb des Stammes und der Freunde aus Ramstein trug seine Früchte. Mit 13 Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Stämme Kurpfalz aus Ramstein und Goten aus Kaiserslautern beteiligten wir uns am 24.05.2014 an der Gegendemonstration,  zu welcher die Parteien, Kirchen und Künstler in Kaiserslautern aufgerufen hatten.

Zuvor hatte ich die Aktion auch mit dem Stadtjugendring abgestimmt und dessen Vorsitzender und gleichzeitig Mitverantwortlicher der Gegendemo, Detlev Besier, fand es erfreulich, dass sich auch die Jugendverbände aus der Barbarossastadt beteiligen, um rechtsradikalen Parolen mit bunten innovativem Geist zu begegnen.

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Die Kirchen bildeten den Auftakt der Veranstaltung. Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde, der Muslime, der Bahei-Gemeinde und der evangelischen und katholischen Kirchen sprachen Friedensgebete.

Auch unser Oberbürgermeister, Dr. Klaus Weichel, war zum Asternweg gekommen, um sich gegen Fremdenhass, Diffamierung und Rassismus zu äußern.

„In Kaiserslautern leben Menschen aus 145 Nationen und die Asylbewerber sind uns willkommen“, so Dr. Weichel.

Es folgten noch Vertreter der politischen Parteien, bevor sich unter dem Applaus der 300 Gegendemonstranten junge Asylbewerber für die Anteilnahme der Bürgerinnen und Bürger bedankten.

Umrahmt wurde die Veranstaltung für eine demokratische Gesellschaft von Künstlern, welche mit ihren Beiträgen die Veranstaltung auflockerten aber auch gleichzeitig mahnten. So traten die Sängerin Pauline Ngoc sowie die Sänger Stephan Flesch und Wolfgang Sing auf, um ihre Stimme gegen rechts zu erheben.

Nach Abschluss der Veranstaltung verblieben wir noch längere Zeit bei den Mitarbeitern des Arbeits- und Sozialpädagogischen Zentrums (ASZ), den Asylbewerbern und anderen Demoteilnehmern vor Ort.

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Natürlich ließen wir dann auch einige Fahrtenlieder erklingen und waren verwundert, als sich einige Mitdemonstranten dazugesellten und mit einstimmten. Jene gefragt, woher sie die Lieder kannten, so kam die Antwort: War früher mal bei den Wandervögeln oder bei der Waldjugend.

Abschließend bleibt festzustellen, dass es wohltuend war, an der Gegendemo teilgenommen zu haben.

Es war wohltuend, in kurzer Zeit auch die Pfadfinderfreunde des Stammes Kurpfalz zu mobilisieren. Viele von ihnen arbeiten oder wohnen mittlerweile in Kaiserslautern. Nochmals Dank an Daniel, den neuen Stammesführer der Kurpfälzer, für sein Engagement.
Und es war wohltuend, als Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) ein sichtbares Zeichen gesetzt zu haben.

Gut Pfad und seid wach!
Charly